Nur Abwehr
Der Waschbär (Procyon lotor) unterliegt dem Jagd- bzw. Naturschutzrecht. Angeboten werden ausschließlich Vergrämung und bauliche Abwehr – keine Tötung und keine Entnahme.
Geschlossen · öffnet Mo 07:00 Uhr
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17 / Waschbären
Procyon lotor
Die Spur ist fast eine Hand.
Spuren einordnen →Waschbären nutzen Gebäude als sicheren Unterschlupf und Nahrungsquelle. Wir erkennen die Ursache, unterbrechen den Zugang und sichern dauerhaft – am Gebäude, nicht am Tier.R / Rechtsstatus
Vor jeder Maßnahme steht die Art. Was danach angeboten werden darf, richtet sich nach ihrem Schutzstatus.
Nur Abwehr
Der Waschbär (Procyon lotor) unterliegt dem Jagd- bzw. Naturschutzrecht. Angeboten werden ausschließlich Vergrämung und bauliche Abwehr – keine Tötung und keine Entnahme.
01 / Spuren erkennen – Ursache verstehen
Waschbären hinterlassen eindeutige Spuren. Größe, Form, Geräusch und Schadensbild zeigen zusammen, wo sie ein- und ausgehen, sich aufhalten und regelmäßig wiederkehren.

Fünf lange, handähnliche Zehen. Vorderpfoten meist etwa 4–6 cm, Hinterpfoten häufig deutlich länger.
Kotplätze liegen wiederholt an derselben geschützten Stelle – häufig im Dachraum, auf Balken oder Flachdächern.
Breite Schmier- und Kratzspuren an Kanten, Öffnungen, Fallrohren und regelmäßig genutzten Laufwegen.
Poltern, Schleifen, schwere Schritte und gelegentliche Rufe wirken meist deutlich kräftiger als beim Marder.
Direkter Vergleich
Ein einzelner Abdruck reicht selten. Größe, Bewegungsgeräusch und Schadensbild ergeben zusammen die belastbare Einordnung.


02 / Bewegung verstehen – Wege unterbrechen
Waschbären klettern geschickt und folgen festen Routen. Fallrohr, Dachrinne, Traufe und eine lose Öffnung bilden häufig einen zusammenhängenden Weg.

03 / Beweisarchiv
Nicht ein einzelnes Zeichen, sondern die Kombination mehrerer Befunde macht die Einordnung belastbar und zeigt, welche Gebäudeteile geprüft werden müssen.

Wiederkehrende Kotplätze liegen häufig an erhöhten, geschützten Stellen wie Balken, Aufbauten oder Nischen.

Breiter Abrieb, Schmutz und Kratzer markieren Kanten und regelmäßig genutzte Wege.

Dämmmaterial und Folien werden auseinandergezogen, beschädigt und zu geschützten Mulden verändert.

Gitter, Lüftungen und Spalten werden verbogen, gelockert oder erweitert.
04 / Was wirklich hilft
Dauerhaft wirkt nur die Kombination: Futterquellen entfernen, feste Aufstiegswege unterbrechen und das Gebäude erst nach sorgfältiger Prüfung sicher schließen.
Die Ursache unattraktiv machen
06 / Vorgehen
Bestimmen, abwägen und gezielt handeln – passend zu Art, Neststandort und Nutzung des Gebäudes.
Spuren, Wege, Zugänge, Nahrungsquellen und mögliche geschützte Quartiere erfassen.
Maßnahmen, sichere Ausstiegsreihenfolge und relevante Zugänge nachvollziehbar ordnen.
Nahrung entziehen, Hindernisse schaffen und freigegebene Gebäudeöffnungen sichern.
Ausführung und Ergebnis prüfen; verbleibende Hinweise fachlich neu einordnen.
05 / Rechtliches und Verantwortung
Jagdrecht, EU-Recht und Jungtierschutz bestimmen das Vorgehen. Unsere Arbeit richtet sich auf Prävention und Gebäudesicherung – nicht auf Fang oder Umsiedlung.
Fangen ist Jagdausübung und dem Jagdausübungsberechtigten vorbehalten.
Jagdzeit: 1. August–28. Februar · Schonzeit: 1. März–31. JuliDer Waschbär ist eine invasive gebietsfremde Art. Ein gefangenes Tier darf nicht einfach an einem anderen Ort freigelassen werden.
Sind Jungtiere im Gebäude, wird der Zugang nicht sofort geschlossen. Die Familie muss den Dachraum zuvor sicher verlassen können.
Gebäudeeigentümer tragen Verantwortung für Prävention und Sicherung. Vor Maßnahmen werden außerdem mögliche geschützte Quartiere geprüft.
07 / Häufige Fragen
Klar · persönlich · fachlich
Typisch sind schwere Geräusche, handähnliche Trittsiegel mit fünf langen Zehen, große wiederkehrende Kotplätze und kräftige Schäden an Dämmung oder Öffnungen. Mehrere Merkmale zusammen sind aussagekräftiger als ein einzelner Fund.
Waschbären hinterlassen meist größere, handähnliche Abdrücke, wirken im Dach deutlich schwerer und können Bauteile kräftiger aufreißen oder verschieben. Marderspuren sind kompakter und die Geräusche oft leichter und schneller.
Nein. Fangen ist Jagdausübung und dem Jagdausübungsberechtigten vorbehalten. Zusätzlich steht der Waschbär auf der EU-Unionsliste; ein gefangenes Tier darf nicht einfach anderswo freigelassen werden.
Erst wenn sicher ist, dass keine Tiere – insbesondere keine Jungtiere – eingeschlossen werden und relevante geschützte Quartiere geprüft wurden. Der richtige Zeitpunkt ist Teil der fachlichen Planung.
Offene Mülltonnen, Kompost, Fallobst, draußen stehendes Tierfutter und Vogelfutterplätze sind häufige Nahrungsquellen. Sichere Dachräume und leicht erreichbare Kletterwege verstärken die Attraktivität.
Solche Maßnahmen können höchstens ergänzen. Solange Nahrung, Kletterroute und Gebäudeeinstieg bestehen, bleibt die Ursache erhalten.
Nicht sofort verschließen und die Tiere nicht bedrängen. Zuerst muss ein sicherer Auszug ermöglicht und anschließend der Leerstand geprüft werden; erst danach wird dauerhaft gesichert.
Die Anfahrt beträgt 39,90 €. Der weitere Aufwand hängt von Zahl, Lage und Erreichbarkeit der Zugänge ab und wird nach der fachlichen Einordnung festgelegt; einen Notdienstzuschlag gibt es bei uns nicht.
Waschbärspuren am Gebäude?