Gesundheitsschutz
Bei dieser Art besteht eine Gesundheitsgefahr (z. B. Brennhaare). Die Behandlung folgt besonderen Schutz- und Verfahrensvorgaben.
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08 / Eichen-Prozessionsspinner
Thaumetopoea processionea
Mikroskopisch feine Brennhaare bleiben in verlassenen Nestern über Jahre wirksam – auch wenn längst keine Raupe mehr zu sehen ist.
Nest sicher entfernen lassen →Altnester sind ganzjährig ein Gesundheitsrisiko.R / Rechtsstatus
Vor jeder Maßnahme steht die Art. Was danach angeboten werden darf, richtet sich nach ihrem Schutzstatus.
Gesundheitsschutz
Bei dieser Art besteht eine Gesundheitsgefahr (z. B. Brennhaare). Die Behandlung folgt besonderen Schutz- und Verfahrensvorgaben.
02 / Sichtbar und unsichtbar
Die langen Haare sind auffällig. Das eigentliche Gesundheitsrisiko geht von den mikroskopisch feinen Brennhaaren aus.


03 / Nicht selbst entfernen
Jede Erschütterung kann unsichtbare Brennhaare freisetzen. Bekämpfungsmaßnahmen dürfen nach Angaben des Umweltbundesamts nur von professionellen Anwendern durchgeführt werden.
Kein Abflammen – der Aufwind verteilt die Haare.


04 / Die Gefahr bleibt
Brennhaare verbleiben in abgestreiften Larvenhäuten und Gespinsten. Nach Angaben von waldwissen.net bleibt ihre Wirksamkeit über mehrere Jahre erhalten – Wind und Berührung können sie noch Jahre später freisetzen.

Ab dem dritten Larvenstadium entstehen die mikroskopisch feinen Brennhaare.

Nach dem Auszug bleiben Larvenhäute und unzählige Brennhaare im alten Gespinst zurück.

Erschütterung und Wind verteilen die Härchen in Luft, Unterholz und auf Oberflächen.
05 / Gefahrenzeitraum
Die ersten beiden Stadien sind noch harmlos. Ab dem dritten Larvenstadium steigt das Gesundheitsrisiko deutlich.
Erstes und zweites Larvenstadium – noch keine Brennhaare.
Ab dem dritten Larvenstadium werden die feinen Haare ausgebildet – nach Angaben des Umweltbundesamts.
Raupen, Nester und die nähere Umgebung sind besonders kritisch.
Auch ohne Raupen bleiben alte Nester über mehrere Jahre wirksam.
06 / Zuständigkeit
Entscheidend ist, auf wessen Fläche der befallene Baum steht und ob öffentlich zugängliche Bereiche gefährdet sind.
Bei Parks, Schulen, Friedhöfen, Radwegen und Spielplätzen ist die zuständige Kommune oder der Kreis der erste Ansprechpartner.
Auf Privatgrundstücken veranlasst der Eigentümer die sichere Entfernung. Hausverwaltung oder Vermieter handeln für ihn.
07 / Fachprozess
Von der ersten Sichtung bis zur Kontrolle des Unterholzes bleibt der belastete Bereich konsequent abgesichert.

Nester lokalisieren, Höhe, Zugänglichkeit und notwendigen Absperrbereich klären.

Gefahrenbereich großzügig absperren und unbeteiligte Personen fernhalten.

Nest kontrolliert absaugen oder fachgerecht fixieren und entnehmen.

Entnommenes Material dicht und sicher für die vorgesehene Entsorgung verpacken.

Baum, Stammfuß und Unterholz auf Restnester und herabgefallenes Material prüfen.
08 / Häufige Fragen
Klar · persönlich · fachlich
Die Gesundheitsbehörden empfehlen: Kleidung wechseln und bei mindestens 60 °C waschen, duschen, Haare waschen und die Augen nicht reiben. Bei Atemnot oder einer starken Reaktion sofort ärztliche Hilfe holen.
Ja. In alten Nestern und abgestreiften Larvenhäuten können Brennhaare nach Angaben von waldwissen.net über mehrere Jahre wirksam bleiben und durch Wind oder Berührung erneut freigesetzt werden.
Grundsätzlich ist der Grundstückseigentümer zuständig. Gefährdet der Baum öffentlich zugängliche Flächen, kann zusätzlich die Kommune einbezogen werden.
Befallene Eichen können erneut betroffen sein. Eine regelmäßige Kontrolle ab Mai hilft, neue Nester früh zu erkennen und den Bereich rechtzeitig zu sichern.
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