Bekämpfung zulässig
Diese Art ist nicht besonders geschützt. Nach fachlicher Bestimmung und bei vernünftigem Grund (§ 39 BNatSchG) ist eine Bekämpfung zulässig – unter den geltenden Vorgaben (u. a. TRGS 540) und mit Sachkundenachweis.
Geschlossen · öffnet Mo 07:00 Uhr
0151 72180244
11 / Flöhe
Siphonaptera
Kein Haustier? Dann beginnt die Quellensuche.
Fund einordnen →Bei Haustieren müssen Tierbehandlung und Maßnahmen in der Wohnung zeitlich zusammenpassen.R / Rechtsstatus
Vor jeder Maßnahme steht die Art. Was danach angeboten werden darf, richtet sich nach ihrem Schutzstatus.
Bekämpfung zulässig
Diese Art ist nicht besonders geschützt. Nach fachlicher Bestimmung und bei vernünftigem Grund (§ 39 BNatSchG) ist eine Bekämpfung zulässig – unter den geltenden Vorgaben (u. a. TRGS 540) und mit Sachkundenachweis.
02 / Artenprofil
Fast immer steckt der Katzenfloh hinter einem Befall in Wohnungen. Die genaue Art und der Fundort helfen trotzdem, Tier, Nest oder eingeschleppte Quelle richtig einzuordnen.



03 / Herkunft
Ein Haustier ist nur eine mögliche Quelle. Ohne eigenes Tier werden frühere Bewohner, Besuche sowie verlassene Vogel- oder Igelnester relevant.

04 / Erkennungszeichen
Ein einzelner Hautpunkt beweist noch keinen Flohbefall. Aussagekräftiger wird das Bild, wenn mehrere typische Hinweise am Menschen, am Tier und in der Umgebung zusammenkommen.

Mehrere juckende kleine Quaddeln in Gruppen oder kurzen Reihen, häufig an Beinen und Knöcheln, sind ein möglicher Hinweis.

Schwarze Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier legen: Ein rötlicher Hof spricht für verdautes Blut und damit für Flohkot.

Auf heller Bettwäsche oder hellem Boden fallen schnell springende, seitlich abgeflachte Tiere eher auf.

Unruhe, häufiges Lecken oder Kratzen und kleine schwarze Krümel im Fell sollten tierärztlich abgeklärt werden.
05 / Umweltkreislauf
Die sichtbaren adulten Flöhe sind nur ein kleiner Teil. Eier, Larven und besonders geschützte Puppen liegen überwiegend in der Umgebung des Wirts.
Eier fallen aus dem Fell und verteilen sich dort, wo das Tier ruht oder sich häufig bewegt.
Larven entwickeln sich lichtgeschützt in Teppichfasern, Ritzen und organischem Material.
Der Kokon schützt die Puppe. Dieses Stadium kann lange warten und wird von vielen Mitteln nicht erreicht.
Erschütterung, Wärme und Kohlendioxid können den Schlupf auslösen – etwa wenn jemand den Raum betritt.
Rund 95 Prozent der Population bestehen aus Entwicklungsstadien in Teppichen, Ritzen, Fugen und Tierliegeplätzen – nicht aus sichtbaren Flöhen auf dem Tier.
Nach der Behandlung
Der ungewöhnliche Rat hat einen biologischen Grund: Bewegung, Körperwärme und ausgeatmetes CO₂ signalisieren der Puppe einen nahen Wirt. Geschlüpfte Flöhe werden dadurch eher mit den vorgesehenen Maßnahmen erreicht.
06 / Entscheidung
Die erste Frage ist nicht das Mittel, sondern die Quelle. Bei einem Haustier beginnt der Ablauf beim Tierarzt. Ohne Haustier beginnt eine systematische Herkunftssuche.
Haustier im Haushalt?
Nur die Wohnung zu behandeln lässt die Wirtstiere als Quelle bestehen. Alle Tiere im Haushalt müssen zeitgleich tierärztlich versorgt werden.
Auch ohne eigenes Haustier sind Flöhe möglich. Dann wird der Weg vom Fundort zur wahrscheinlichsten verborgenen Quelle zurückverfolgt.
Dauerhaft verschwinden Flöhe erst, wenn Quelle und Entwicklungsorte gemeinsam berücksichtigt werden.
07 / Vorbereitung
Die richtigen Vorbereitungen machen Entwicklungsorte zugänglich. Sie ersetzen die Quellenklärung und die zeitgleiche Tierbehandlung nicht.
Termin und Präparat für alle Tiere im Haushalt fachlich abstimmen.
Tierdecken und geeignete Textilien möglichst bei 60 °C waschen.
Kanten, Ritzen, Möbelunterseiten und Liegeplätze einbeziehen; Beutel entsorgen.
Nach fachlicher Anweisung Bewegung als Schlupfreiz gezielt nutzen.
Verdächtige Vogel- oder Igelnester nicht selbst entfernen, sondern vorab nennen.
08 / Vorgehen
Die konkrete Behandlung wird erst nach Bestätigung, Quellenprüfung und Abstimmung festgelegt. So bleibt das Vorgehen am tatsächlichen Befund ausgerichtet.
Tier, Fundräume, Liegeplätze und mögliche Nestbereiche als zusammenhängendes Bild erfassen.
Flohhinweise bestätigen, wahrscheinliche Art und Quelle eingrenzen und Entwicklungsorte priorisieren.
Tierärztliche Tierbehandlung und geeignete Maßnahmen in der Wohnung zeitlich aufeinander abstimmen.
Begehen, Saugen und dokumentierte Sichtungen auswerten; weitere Schritte nach tatsächlichem Verlauf festlegen.
09 / Häufige Fragen
Klar · persönlich · fachlich
Bei einem Haustier als Wirt gelangen laufend neue Eier in die Umgebung. Deshalb müssen alle Tiere im Haushalt zeitgleich tierärztlich behandelt und die Entwicklungsorte in der Wohnung berücksichtigt werden.
Puppen liegen geschützt in einem Kokon. Erschütterung, Wärme und Kohlendioxid können den Schlupf später auslösen. Einzelne neue Sichtungen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass gar keine Wirkung eintritt; der Verlauf muss eingeordnet werden.
Bewegung, Körperwärme und ausgeatmetes Kohlendioxid signalisieren einer wartenden Puppe einen nahen Wirt. Das kann den Schlupf anregen, sodass adulte Flöhe mit den vorgesehenen Maßnahmen in Kontakt kommen.
Schwarze Krümel aus dem Fell werden auf feuchtes weißes Papier gelegt. Entsteht ein rötlicher Hof, kann es sich um verdautes Blut und damit um Flohkot handeln. Das ist ein guter Hinweis, ersetzt aber keine sichere Bestimmung.
Ja. Möglich sind frühere Tierhaltung in der Wohnung, tierischer Besuch oder verlassene Vogel- und Igelnester an Dach, Fassade oder Terrasse. Dann ist die Quellenkarte wichtiger als eine reine Behandlung des Fundraums.
Flöhe können Krankheitserreger oder Bandwürmer übertragen. Häufiger sind juckende Stiche und allergische Reaktionen auf Flohspeichel bei Menschen oder Tieren. Beschwerden sollten medizinisch beziehungsweise tierärztlich abgeklärt werden.
Nein. Ein Nest kann geschützt, noch genutzt oder schwer zugänglich sein. Melden Sie den Verdacht vorab, damit Quelle, Zeitpunkt und zulässiges Vorgehen fachlich eingeordnet werden können.
Das hängt vom tatsächlichen Verlauf und vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Notwendigkeit, Zeitpunkt und mögliche Kosten einer Nachbehandlung werden deshalb für den konkreten Auftrag abgestimmt.
Die Anfahrt beträgt 39,90 €. Der weitere Aufwand hängt von Quelle, Befallsumfang, Zugänglichkeit und dem abgestimmten Vorgehen ab; einen Notdienstzuschlag gibt es bei uns nicht.
Flöhe gefunden?